Dachgeschossausbauten in Nürnberg

Dachgeschossausbauten in Nürnberg

Und wieder geht es um das Thema Dachgeschosse in Nürnberg, hier heute um genutzte aber nicht genehmigte Ausbauten. Das Thema kommt in Städten ja häufig vor und verursacht gerne größere Schwierigkeiten. Gerade in der Nachkriegszeit war Wohnraum sehr knapp und Dachböden wurden zu Wohnraum ausgebaut, dies aber eben ohne Genehmigung. Folglich müsste die Nutzung als Wohnraum per Nutzungsänderung nachgenehmigt werden bzw. werden sie in der Regel im Alltag einfach genutzt, ganz gleich ob bewusst oder unbewusst. Ganz gleich birgt dies allerdings auch ein großes Haftungsrisiko. Was passiert im Brandfalle? Können Mieter ihre Miete zurückfordern, usw.

Eine Nachgenehmigung oder Nutzungsänderung ist wiederum, entgegen aller anderen Verlautbarungen in der Presse, aufwändig, weil eine Bestandssituation auf aktuelles Baurecht trifft. Es stimmt nämlich nicht, dass ein Dachgeschossausbau mittlerweile genehmigungsfrei ist, so wie es oft in der Presse kommuniziert wird. Das gilt vielleicht für Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 und 2, damit für typische Einfamilienhäuser aber nicht für typische Stadthäuser in Nürnberg, Fürth oder dergleichen. Aus einer langjährigen baurechtlich nicht legalen Nutzung lässt sich (leider) auch kein Bestandsschutz oder Gewohnheitsrecht ableiten.

Bleibt also nur der Planungs- bzw. Bauantragsprozess und der hat es oft in sich. Problem ist wie gesagt, dass eine Bestandssituation auf aktuelles Baurecht trifft, das nicht für Altbauten sondern für Neubauten ausgelegt ist. Das gilt sowohl für baurechtliche als auch z.B. brandschutzrechtliche Aspekte. Weiterhin gibt es örtliche Satzungen, in Nürnberg und Fürth z.B. die Stellplatzsatzung und es sind meist Stellplatzablösen erforderlich.

Alles in allem ist’s ein nicht ganz unaufwändiger und zäher Prozess, der Geduld und Wissen erfordert. Bei Fragen hierzu können Sie mich gerne ansprechen.

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Westerholt administrator

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